Es gibt teure Uhren. Es gibt preiswerte Uhren. Doch wie viel ist eine Uhr wirklich wert? Für das Magazin unseres Kunden Zeit Zone Zürich haben wir recherchiert, was den Wert einer Uhr, einer Uhrenmarke, ausmacht. Eindrücklich dabei, wie durch gutes Storytelling oder emotionale Erlebnisse Werte in die Höhe schiessen können.

Die Rolex Daytona Cosmograph aus dem Jahr 1968 aus Stahl, mit Zifferblatt aus Silber, Plexiglas und Handaufzug ist in Bezug auf ihre Ausstattung aus heutiger Sicht eher Mittelmass. Nur gehörte dieses eine Exemplar Paul Newman, Filmlegende und Autorennfahrer. Und auf der Rückseite der Uhr mahnte die Gattin Joanne Woodward ihren Mann mit einer Gravur: «Drive carefully. Me.» Mit so einer Geschichte wird eine Uhr natürlich etwas mehr wert. Im Oktober letzten Jahres zahlte ein Sammler dafür an einer Auktion in New York 17,8 Millionen Dollar. Den höchsten Preis, der je für eine Armbanduhr bei einer Auktion erzielt wurde. Das ist eindrücklich, mit Blick auf die Kunstauktionen und den dort gebotenen Summen aber auch nicht wirklich überraschend. Schon der Startpreis der Auktion war auf 10 Millionen Dollar angesetzt. Wirklich spannend ist aber, wie sich auch relativ einfache und preiswerte Uhren über die Jahre zu gesuchten Sammlerstücken entwickeln können. Wenn beispielsweise eine Heuer aus den 70ern, damals für 600 Franken im Verkauf, noch vor fünf Jahren für 5000 Franken gehandelt wurde und nun schon für über 20’000 Franken über den Ladentisch geht.

Was aber die Uhrmacher von Zeit Zone Zürich mehr berührt, ist der emotionale Wert, den eine Uhr über persönliche Erlebnisse erzielen kann. Vor einigen Monaten verliess ein Kunde die Werkstatt am Kreuzplatz. Vor der Tür erklang ein Schrei. In Sorge um den Kunden trat der Inhaber und Geschäftsführer Sandro Bösch vor die Tür und fragte, ob denn alles in Ordnung sei. Der Kunde meinte, es sei alles in Ordnung. Er habe nur vor Freude einen Jauchzer ausgestossen, weil er einfach glücklich sei, dass seine geliebte Uhr wieder laufe. Seine Uhr ist eine einfache Quarzuhr, die eine neue Batterie brauchte.

Ein anderer Kunde kam mit einer Taschenuhr zu Zeit Zone Zürich, die 20 Jahre lang im Keller vor sich hin gerostet hatte. Die Uhr war in einem bedenklichen Zustand. Die Uhrmacher informierten ihn, eine Revision würde mindestens 30 Arbeitsstunden bedingen und damit mehr kosten als der Erwerb einer vergleichbaren Uhr auf dem Vintage-Markt. Trotzdem bestand der Kunde auf der Revision. Die Uhr sei seit der Jahrhundertwende im Besitz der Familie. Der Besitzer hatte sie im Keller vergessen und erst, als er sich überlegen musste, was er seinem Sohn zur Hochzeit schenken sollte, kam sie ihm wieder in den Sinn. So machte er sich im Keller auf die Suche und fand die Taschenuhr, die ihm 20 Jahre lang nichts, jetzt aber plötzlich alles bedeutete. Das Schöne an Uhren ist, dass sie immer wieder als stille Zeitzeugen grosser Erlebnisse dienen. Sei dies als Geschenk für einen bestimmten Lebensabschnitt oder den Abschluss des Studiums, als Selbstbelohnung für den ersten selbst verdienten Lohn oder den grossen Vertragsabschluss oder als Zeichen der Liebe des Partners. So erlebt Zeit Zone Zürich immer wieder, wie relativ der materielle Wert einer Uhr sein kann. Und für deren Uhrmacherinnen und Uhrmacher ist es eine Bereicherung, von diesen Lebensmomenten zu erfahren, die Kunden untrennbar mit ihrem Zeitmesser verbinden.

Zeit Zone Zürich
Mit Zeit Zone Zürich, der Werkstatt der Uhrmacherkunst am Kreuzplatz 2 in Zürich, erfüllte sich Uhrmacher Sandro Bösch im Jahr 2003 den Wunsch, die Uhrmacherkunst mit einem eingeschworenen Team in einer eigenen Werkstatt zu betreiben. Am lebhaften Kreuzplatz fand er nicht nur Platz für eine Werkstatt, sondern auch einen Salon im Parterre, um sich in angenehmer Atmosphäre für Kunden Zeit zu nehmen. Heads Corporate Branding unterstützt Zeit Zone Zürich seit drei Jahren in Markenführung und Kommunikation. www.zeitzone.ch