Im Jahr 2008 entwickelte Heads für Namics ein besonders dynamisches Erscheinungsbild. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Web-Dienstleisters können über verschiedene Kanäle mit Impulsen eine dynamische Wortmarke prägen, die als Logo zum Einsatz kommt. Diese Wortmarke kommt in Echtzeit auf Bildschirmen und auf der Website zum Einsatz. Für alle Drucksachen werden aus der «Impulsbibliothek» immer wieder neue Begriffe abgerufen. Die Visitenkarten der Mitarbeitenden verfügen ausschliesslich über individuelle Impulse des jeweiligen Mitarbeitenden. Die weltweit erste «Real Time Corporate Identity» sorgte 2008 bis in die US-Branding-Szene für Aufsehen und gewann im folgenden Jahr einen Red Dot Design Award. Inzwischen ist Namics in guter Gesellschaft: Rund um den Globus setzen die verschiedensten Unternehmen ihr Erscheinungsbild in Bewegung. Diese zum Teil eindrücklichen Arbeiten sind nun auch in zwei Büchern zusammengefasst: «Dynamic Logo» von Dopress Books präsentiert 99 wandlungsfähige Logos. Und «Dynamic Identities» von Irene van Nes zeigt anhand von 63 Beispielen, wie Unternehmensidentitäten lebendig werden können. Nach fünf Jahren der dynamischen Wortmarke wollten wir von Gregor Erismann, Leiter Marketing und Kommunikation der Namics AG, wissen, wie dynamisch diese heute noch ist.

Gregor Erismann, die dynamische Wortmarke von Namics lebt von der Mitarbeiterpartizipation. Führen die Mitarbeitenden ihre Marke noch mit der gleichen Euphorie?
Ja, die dynamische Wortmarke ist weiterhin ein zentrales Element des Namics CD. Wir legen deshalb viel Wert darauf, dass diese von den Mitarbeitern weiter gepflegt wird. Neuen Mitarbeitenden bringen wir das CD und seine Bedeutung jeweils an den Einführungstagen näher, damit sie gleich von Beginn weg mit einer individuellen Wortmarke starten können. Diese setzen sie dann beispielsweise im Mail-Footer und auf den Visitenkarten ein. Dabei ist die Euphorie bei den neuen Mitarbeitenden nach wie vor gross, da sie diese Individualität in der Regel von früheren Arbeitgebern nicht kennen. Das starke Wachstum von Namics in den vergangenen Jahren hat so zu einer zusätzlichen Varietät und Verankerung der Wortmarke geführt. Bei langjährigen Mitarbeitenden braucht’s hie und da allerdings wieder einen «Anschubs», damit ihre Wortmarke auch dynamisch und nicht nur individuell bleibt.

Was sagen Ihre Kunden zum Namics-Auftritt?
Es gibt zwei Arten von Reaktionen. Die einen sagen: «Wow, spannend» und wollen die Begriffe – unsere Impulse – auf der Visitenkarte erklärt haben. Dabei entsteht ein schöner Dialog über die Namics-Kultur, über das, was bei Namics die Menschen und ihre Zusammenarbeit auszeichnet. Das ist wirklich toll. Andere verstehen die Dynamik der Wortmarke in einem ersten Schritt nicht und reagieren dann in der Regel nicht auf den Auftritt. Da die dynamische Wortmarke aber nur ein Element der Marktbearbeitungs-Klaviatur ist, sprechen diese Kunden dann in der Regel auf andere Impulse stärker an (beispielsweise auf bedeutende Referenzen oder gewonnene Awards). Was wir aber auf jeden Fall sagen können, ist dass die Reaktionen auf unser einzigartiges Erscheinungsbild grundsätzlich positiv sind und den Dialog fördern.

Wie beurteilen Sie die Funktionalität der dynamischen Wortmarke in Ihrem Arbeitsumfeld?
Wir haben in allen Anwendungsbereichen gute Umsetzungen gefunden. Ich finde unser CD nach wie vor sehr spannend und es bietet eine hohe Anwendungsvielfalt. Allerdings erfordert die dynamische Wortmarke in der Gestaltung genügend Raum, damit sie richtig zur Geltung kommt. In bestimmten Anwendungsbereichen, wo der zur Verfügung stehende Platz etwas knapper ist, sind andere Unternehmen mit einer ergänzenden Bildmarke deshalb im Vorteil. Die dynamische Wortmarke ist aber im Umfeld von «Professional Services» nach wie vor ein starkes Differenzierungselement und bringt die Dynamik der digitalen Transformation schön zur Geltung, weshalb wir weiterhin mit Überzeugung an ihr festhalten.